Eine qualitative Forschung zu Inklusion in der Lernwerkstatt in Bezug auf die Gestaltung der Lernumegebung
Masterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades „Master of Arts” im Studiengang „Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik” an der Alice Salomon Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik University of Applied Sciences
Autor*in
Sophie Schwerdtfeger
angestrebter Abschluss
Master of Arts
Hochschule
Alice Salomon Hochschule
Einleitung
In ihrer Einleitung verweist Schwerdtfeger auf einen Inklusionsbegriff, der sich zu einer Menschenrechtsdebatte entwickelt und viele neue Problemstellungen für Theorie und Praxis hervorgebracht hat. Nach wie vor werden Kinder aufgrund eines Merkmals ihrer Identität eingruppiert. Ausgehend davon, dass Pädagogik den Anspruch hat, Kinder in ihrer Individualität voll und ganz zu akzeptieren, respektieren und wertzuschätzen, ist eine Umgebung nötig, die dies ermöglicht. Die Lernwerkstatt mit ihrer Lernwerkstattarbeit spricht sich als ein Ort für positiv erlebbare Diversität aus.
Fragestellungen
Wie können Lernumgebungen zur inklusiven Entwicklung von Bildungsinstitutionen im Elementar- und Primarbereich beitragen? Auf welchen didaktischen Grundprinzipien ist das Lernen innerhalb der Inklusion aufgebaut?
Entspricht die Lernumgebung im Kinderforscher*zentrum HELLEUM den Anforderungen von Inklusion? (Wie interagieren die Kinder zu der Lernumgebung? Wie flexibel ist der Raum? Wie bilden sich die Wahlmöglichkeiten der Kinder ab? Wie gestalten die Kinder Lernzugänge, die sich primär aus der Lernumgebung entwickeln? Welche Sozialformen kommen hierbei zum Einsatz? Werden Sozialformen aus den Stationen heraus provoziert?)
Lernumgebungen und inklusive Didaktik
Für ein inklusives Bildungsklima ist es notwendig, dass Bildungsinstitutionen sich den Merkmalen und Bedürfnissen der Lernenden anpassen. Ein entsprechendes Konzept bildet dabei die Grundlage für weitere architektonische und didaktische Überlegungen.
Lernumgebungen werden durch Lehrende/Pädagog*innen und Lernende mitbestimmt. Inklusive Didaktik als konstruktivistische Didaktik geschieht individuell und benötigt daher ein hohes Maß an Partizipation, Kooperation, Kommunikation und Reflexion aller Beteiligten. Sie legt besonderes Augenmerk auf die gesamtgesellschafltichen, institutionsorganisatorischen und fachdidaktischen Bedingungen. Die Lernabgebote müssen stets innere Differnzierung zulassen. Äußere Differenzierung gilt es abzubauen.
Methodik
Es wurde eine teil-strukturierte teilnehmende Beobachtung durchgeführt, welche zum einen mit Videoaufnahemn einherging und zum anderen durch Beobachtungsprotokolle erfasst wurde.
Ergebnisse
Mit ihrem individualisierten Charakter und der Rückkopplung kooperativer Möglichkeiten können Lernwerkstätten einen Beitrag zu den Herausforderungen von Inklusion im Bildungswesen leisten. Die Lernwerkstattarbeit im Kinderforscher*zentrum HELLEUM deckt sich mit den Forderungen zu einer inklusiven Didaktik und Umgebung. Die Kinder erfahren sich in der Lernumgebung als akzpetiert und autonom.
Inklusion braucht Formate wie die Lernwerkstattarbeit. Das Kennenlernen einer Lernwerkstatt kann schließlich auch für Pädagog*innen oder Lehrer*innen die Möglichkeit schaffen, zu neuen Erkenntnissen zur Gestaltung von Bildungseinheiten zu gelangen bzw. ihr Bild vom Lehren und Lernen verändern.
