Die erste Ferienwoche wird wieder traditionell zur Forscher*innenwoche, gemeinsam durchgeführt mit dem Zukunftskiez Hellersdorf.
Das Thema diesmal lautet: „Boden schätzen”. Im Schulgarten der Pusteblumengrundschule haben das HELLEUM und der Freizeitbereich der Pusteblume täglich mit ein bis zwei Gruppen den lokalen Boden erforscht. Was lebt hier, was wächst hier, kann man mit Erde malen? Wie tief kann man buddeln und unterscheidet sich die Erde in Temperatur und Farbe?
Ein großer Fokus wird dem Regenwurm gewidmet. Und es sind unglaublich viele Regenwürmer in zig verschiedenen Größen entdeckt, untersucht und sorgfältig gepflegt. Wo ist vorne, was und wie essen diese, wie schnell können sie sich wieder unter die Erde schlängeln? Und wie können sie dies überhaupt?
Eine Frage jagt die andere, bietet doch jeder einzelne Regenwurm neue Erkenntnisse. Am Ende des Tages werden sie natürlich wieder in ihre heimische Erde ausgesetzt. Am letzten Tag gibt es eine wunderbare Präsentation mit allen anderen Zukunftskiezler*innen im Kiezgarten Kastanienallee. Begleitet mit Buffet und Grill lässt sich entspannt über die Erfahrungen und Aktionen der Woche austauschen.
In der vierten und fünften Woche wird im HELLEUM ein neues Konzept ausprobiert:
Die Lernumgebung „Helliversum überAll” ist vorbereitet, mit Allerhand Stationen zum Erforschen, Entdecken und Fragen stellen. Doch bevor die Kinder sich an die Arbeit machen können, wird im Foyer des Kinderforscher*zentrum das Stück „Der ko(s)mische Ausflug” vom Helle & Leum Tüfteltheater performt. Dies dient nicht nur als Einstieg und Vorbereitung ins schwerelose Thema, sondern auch, um die komplexe Thematik mit viel Lust, Freude und Neugier barrierefrei und unkompliziert zu begegnen. Das Tüfteltheater ist ein interaktives Kinderforscher*theater, welches das Publikum nicht nur zuschauen lässt, sondern einlädt, gemeinsam sich auf die Reise zu begeben.
Holger Haas, einer der beiden Schauspieler, aber auch durchführender Lernbegleiter im anschließenden Workshop, ist äußerst positiv erstaunt über das Wirken der Kinder in der Lernumgebung. Im Gegensatz zu den üblichen Abläufen der Workshops ist hier zu beobachten, dass die Kinder, die ja schon im Theaterstück Erfahrungen und Erkenntnisse, aber auch weitere Fragen mitnehmen, mit noch mehr Schaffenslust und Motivation den Dingen an den Stationen auf die Spur zu kommen. So manche Stationen sind zwar schon im Theater kennengelernt und ausprobiert worden, doch nun haben (alle) die Möglichkeit, vertieft ihren Fragen nachzugehen. Ist das Theater eine Mischung aus geistigem Erlebnis und sinnlichen Erfahrungen, ist die daran gekoppelte Lernumgebung eine adäquate Fortführung oder Ergänzung des Erlebten.
Die Kombination und Spiegelung Theater – Lernumgebung ist ein eindeutiges Novum, welches den Kindern noch mehr „Space” zum Explorieren ermöglicht.
Einige Kinder von einer Schule, die zweimal mit eigentlich unterschiedlichen Hortgruppen angemeldet ist, gesellen sich ein wiederholtes Mal dazu, denn ich zitiere: „Ich will hier immer mehr lernen, schöner geht’s doch nicht!”, oder „Das ist der schönste Ausflug überhaupt!”.
